Cittaslow

Internationale Vereinigung der lebenswerten Städte

„Cittaslow“ steht für eine Bewegung, die 1999 in Italien begann: Einige Stadtverantwortliche im Piemont, der Toskana und Umbrien entwarfen ein Programm, das den Menschen in ihren Städten soziale Ordnung und lebenswerte Umweltbedingungen sichern sollte.

Stefano Cimicchi, Bürgermeister der umbrischen Stadt Orvieto und einer der Mitbegründer von Cittaslow, fasst den Wandel des Bewusstseins in Italien mit den Worten zusammen: „Wir geben uns nicht mehr länger damit zufrieden, dass die als gesichtlose Ballungsgebiete gebauten Städte sich alle ähneln und es keine Rolle spielt, in welcher wir leben. Heute entdecken wir wieder die Bedeutung der historischen Stadtkerne, restaurierten kulturhistorischen Orte und Gebäude, greifen wieder auf heimische Produkte zurück und lernen, unsere sozialen Beziehungen neu zu gestalten.“ (vgl. Saabmagazin 1/2004)

Vorläufer von „Cittaslow“ ist die „Slow Food“-Vereinigung, die in Rom als Reaktion auf die Eröffnung eines Fast-Food-Restaurants an der berühmten Spanischen Treppe 1986 entstand. „Slow Food“ richtete sich gegen den Verlust der Esskultur. Regionale Produkte und Direktvermarkter sollten gestärkt und eine gesunde Ernährung über bewusste Erzeugung und Zubereitung von Nahrungsmitteln erreicht werden. Informationen zu regionalen Produkten, Hofläden und vielen mehr, finden Sie auf der Internetseite der Anbietergemeinschaft "Bodensee Bauer".

Inzwischen hat sich neben der weltweit erfolgreichen „Slow Food“-Bewegung die „Cittaslow“-Bewegung als „Internationale Vereinigung lebenswerter Städte“ entwickelt. Hierbei geht es im Wesentlichen um eine behutsame und nachhaltige Stadtentwicklung auf der Grundlage der Agenda 21 der Vereinten Nationen. Somit steht „slow“ für die Erkenntnis, dass Hast und Hetze dem Zusammenleben der Menschen abträglich sind und dass, wie der Schweizer Ivo Muri (Zeit AG) schrieb, „eine Gesellschaft, die keine Zeit hat, nicht lebt“.

Der Verbund der Cittaslow-Städte zählt heute weltweit mehr als 100 Partner, die alle nicht mehr als 50.000 Einwohner haben.

In Deutschland gibt es elf Mitglieder: Hersbruck im Nürnberger Land, Waldkirch im Breisgau, Überlingen am Bodensee, Lüdinghausen im Münsterland, Wirsberg in Oberfranken, Marihn in Mecklenburg, Deidesheim an der Deutschen Weinstraße, Bad Schussenried in Oberschwaben, Bischofsheim an der Rhön, Blieskastel im Saarland und Nördlingen im Geopark Ries. 

Weitere Informationen zu den Vereinigungen finden Sie auf den Internetseiten vom Cittaslow Deutschland und Slow Food Deutschland.

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