Gallerturm

Der mächtige Rundwehrturm wurde 1502/3 als erster seiner Art in Deutschland als Teil der äußeren Stadtbefestigung im Westen errichtet.

Auf einem Felssporn hoch über dem Gallergraben ragt der Gallerturm mehr als 30 Meter in die Höhe.

Der 1502/3 von Graubündener Maurern errichtete Turm ist der früheste runde Wehrturm nördlich der Alpen. Mit fünf Stockwerken und rund vier Meter dicken Mauern ist er Teil der äußeren westlichen Stadtbefestigung, die ab etwa 1500 zwischen Aufkircher Tor und dem See neu angelegt wurde.

Im späten 19. Jahrhundert erhielt der Turm einen Zinnenkranz, aus Schießscharten wurden Bogenfenster, und sein Inneres wurde „für romantisch veranlagte Badegäste zur Bewohnung“ eingerichtet. Heute hat die „Gesellschaft der Kunstfreunde Überlingen e. V.“ ihren Sitz im Gallerturm.

Benannt ist der Wehrturm nach einem Frauenkloster, das dem hl. Gallus geweiht war und 1534 den neuen Wehranlagen weichen musste. Gallus (um 550-640 oder 646/650) war maßgeblich an der Christianisierung des Bodenseeraums beteiligt. Auf ihn gehen Kloster und Stadt St. Gallen zurück.

Von der Gallerhöhe neben dem Turm, die über Treppen erreichbar ist, genießt man einen herrlichen Blick über die Stadt und den See.

Weithin sichtbar markieren der Gallerturm im Westen und der St. Johann-Turm im Osten die Grenzen der historischen Altstadt Überlingens.