Kulturdenkmal Galerie Fähnle

Hans Fähnles künstlerischer Nachlass in Überlingen

Kulturdenkmal Galerie Fähnle

Keine Galerie am Bodensee bietet den Besuchern schon auf dem Hinweg so viel Spannung und Erlebnis wie die Galerie Fähnle. Aus der Dorfmitte des Weilers Goldbach durch den uralten Felsenweg, danach der Aussichtspunkt auf der Felsenkante mit grandiosem Blick über den See und den neuen Uferpark. Nur wenige Schritte weiter leuchtet hoch am Hang der weiße KUBUS. Ein Skulpturenfries am Galeriesockel kündigt den Kunstort an.

Kunstsammlung im maßgeschneiderten Gehäuse
1969 baute Ernst Fähnle (1899-1984) einen avantgardistischen KUBUS zur Bewahrung und Präsentation des umfangreichen künstlerischen Nachlasses seines verstorbenen Bruders Hans Fähnle (1903-1968): Rund 350 Gemälde und mehr als 2000 Arbeiten auf Papier; außerdem mehr als 60 Bildhauerarbeiten von Ernst Fähnle.

Förderverein Galerie Fähnle e.V.
Seit 2012 verantwortet der Förderverein Galerie Fähnle e.V. das wechselnde Ausstellungsprogramm, organisiert die systematische Bestandsdokumentation und die schrittweise Restaurierung der Kunstsammlung. 2019 hat die Galerie ihren 50. Geburtstag. Unverändert, authentisch und lebendig wird hier das Lebenswerk der Brüder Hans und Ernst Fähnle gepflegt:
Expressiver Realismus ›live‹ in einem Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung.

Ein KUBUS für die Kunst
Über einem hohen Sichtbetonsockel kragt der weiß verputzte Bildersaal der Galerie weit aus. In steiler Hanglage über Straße und See entfaltet der strenge, fensterlose Kubus die Wirkung einer gebauten Großplastik. Treppenweg und Garten gewähren weite Ausblicke über den See. Im Inneren empfängt eine auf das Wesentliche konzentrierte Galerienutzung. Lichtfülle und intime Atmosphäre des Bildersaals laden ein zu Kammerspielen der Kunst. Gastspiele gaben seit 2012 schon Künstler wie Ida Kerkovius, HAP Grieshaber, Erich Heckel, Maria Caspar-Filser, Julius Herburger, Paul Kleinschmidt oder Julius Bissier, ebenso Fähnles Stuttgarter Malerfreunde wie Rudolf Müller, Alfred Wais oder Franz Frank sowie junge zeitgenössische Künstler.

Kurzbiographie Hans Fähnle
Am 12. Juni 1903 in Flein bei Heilbronn geboren und aufgewachsen; Abitur am ev. theologischen Seminar Urach; 1922 bis 1928 Studium an den Kunstakademien Stuttgart/Prof. Robert Breyer, Berlin/Prof. Hans Meid und Kassel/Prof. Georg Burmester. Nach Wanderjahren ab 1935 ständige Ateliers in Stuttgart und Überlingen. Hans Fähnle starb am 12. März 1968 in seinem Stuttgarter Atelier. Er zählt zu den Künstlern der Verschollenen Generation. Fähnles Malerei beginnt expressiv-realistisch und steigert sich in den 1960er Jahre zu unverwechselbarer, malerischer Abstraktion, die der Gegenständlichkeit verbundenen bleibt.

Öffnungszeiten:
In den Sommermonaten während der Ausstellungen: www.galerie-fähnle-freunde.de/termine/
In den Wintermonaten ist die Galerie geschlossen. Öffnung auf Anfrage gerne auch außerhalb der Ausstellungszeiten: www.galerie-fähnle-freunde.de/kontakt/

Quelle: Text von Volker Caesar

Kontakt

Kulturdenkmal Galerie Fähnle
Goldbacher Str. 70
88662 Überlingen

Telefon +49 (0) 75 51 - 99 10 71 (Kulturamt)

info@galerie-fähnle-freunde.de


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