Rückblick auf das Überlinger Tourismusforum 2016

am 21. November 2016 um 17 Uhr im Parkhotel St. Leonhard

Großes Interesse am Thema „Landesgartenschau 2020“ bei Überlinger Tourismuswirtschaft

Am Montag, den 21. November 2016 hat die Kur und Touristik Überlingen GmbH (KuT) zu ihrem jährlichen Tourismusforum geladen. Neben einem Rückblick auf die Tourismussaison 2016 und einem Ausblick auf die Projekte für das kommende Jahr durch KuT-Geschäftsführer Jürgen Jankowiak, stand die Landesgartenschau 2020 und damit verbunden die Bedeutung dieses Ereignisses für den Tourismus im Vordergrund der Veranstaltung.

Dass das Thema Landesgartenschau bereits über drei Jahre vor ihrem Beginn aktuell ist, zeigt das große Interesse der Gastgeber und Tourismusakteure, von denen über 160 auf Einladung der KuT in den bis auf den letzten Platz gefüllten Bankettsaal des Parkhotels St. Leonhards kamen. Oberbürgermeisterin Sabine Becker begrüßte als Vorsitzende des Aufsichtsrates der KuT die Anwesenden und lobte dabei die bereits heute enge und gute Zusammenarbeit der beiden städtischen Tochtergesellschaften, der KuT und der Landesgartenschau 2020 GmbH (LGS).

Bevor sich die Veranstaltung jedoch dem Hauptthema der Landesgartenschau annahm, blickte Jürgen Jankowiak auf das Tourismusjahr 2016 zurück. Neben den statistischen Zahlen aus Übernachtungen und Gästeankünften ging er dabei auf Projekte, Veranstaltungen und Gästeprogramme sowie Aktionen und Marketingaktivitäten des laufenden Jahres ein. Darüber hinaus schilderte er auch bereits erste Pläne für das Tourismusjahr 2017, dessen Vorbereitung die KuT derzeit vorwiegend beschäftigt. Auch das Thema „Gartenstadt“ spielte im Vortrag von Jürgen Jankowiak bereits eine überleitende Rolle als er den Anwesenden das derzeitige Angebot der Stadt in diesem Bereich vorstellte; Angefangen von Führungen auf dem Gartenkulturpfad und durch den Stadtgarten, für die die KuT im vergangenen Jahr ein neues Konzept erstellt hat, über eine Broschüre, mit der sich Besucher selbst auf einen Spaziergang zu den Parkanlagen der Stadt machen können bis hin zu Veranstaltungen wie der „Langen Nacht der Bodenseegärten“, bei der sich Überlingen 2016 zum zweiten Mal im Verein der Bodenseegärten beteiligt hat. „Gerade durch die Wiederöffnung der Stadtgräben konnte hier nochmals ein erheblicher Mehrwert in diesem Bereich geschaffen werden“, so Jankowiak. Die KuT hat die Routenführung des Gartenkulturpfads zusammen mit dem Verschönerungsverein entsprechend angepasst, um die Gräben wieder in den beschilderten Rundgang einzubinden.

Zur Einstimmung der Touristiker auf das Thema Landesgartenschau 2020 wurde zunächst ein neuer Film „Auf zu neuen Ufern“ gezeigt. LGS-Geschäftsführer Roland Leitner stellte anschließend den Anwesenden die Pläne zur Landesgartenschau 2020 sowie den aktuellen Baumaßnahmen vor und zeigte an diesem Abend zudem, welche Ziele die Landesgartenschau GmbH bei ihrer Arbeit erreichen möchte und welche Chancen diese für Überlingen bietet. Dabei ging es ihm nicht nur um das Ausstellungsjahr 2020 sondern v.a. um die nachhaltigen Werte und Angebote, die durch die Landesgartenschau in Überlingen für die folgenden Jahre und Jahrzehnte geschaffen werden können. Außerdem stellte er den positiven Nutzen der Landesgartenschau für den Tourismus durch eine klare Positionierung Überlingens als Gartenstadt am Bodensee, den erhöhten Werbewert, die Einbindung von Kooperationspartnern oder die Ausstrahlung der LGS auf die Innenstadt und die Ortsteile in Aussicht.

Als weitere Referentin hatte die KuT an diesem Abend Christine Bardon von der Touristikgemeinschaft Hohenlohe eingeladen, die von ihren Erfahrungen mit der Landesgartenschau in Öhringen berichten konnte. Sie berichtete den Gastgebern und Gastronomen von den Auswirkungen der Landesgartenschau in der gesamten Region und gab erste Ideen und Praxisbeispiele an die Hand, wie jeder einzelne die Landesgartenschau mit speziellen Angeboten oder Investitionen in die Zukunft für sich nutzen kann.

Petra Pintscher von der LGS konnte zum Abschluss des Überlinger Tourismusforums neben Christine Bardon auch den Überlinger DeHoGa-Vorsitzenden Andreas Liebich, Mainau-Marketingleiter Franz Petzold sowie den Lippertsreuter Ortsvorsteher und Gastgeber Gottfried Mayer zu einer Interviewrunde auf dem Podium begrüßen. Dabei ging es sowohl um die Chancen und Erwartungen, die in der Durchführung der Landesgartenschau gesehen werden als auch um Sorgen oder Risiken, die das hohe Besucheraufkommen oder die umfangreichen Baumaßnahmen mit sich bringen. Einigkeit herrschte auf dem Podium jedoch in der Frage, dass die Hoffnungen in die Gartenschau und die damit verbundenen nachhaltigen Entwicklungen für Überlingen groß sind, auch wenn das Ausstellungsjahr selbst zu einem Kraftakt für alle Beteiligten werden kann.

Zur weiteren Vernetzung von Tourismus und Landesgartenschau bot das diesjährige Tourismusforum der KuT zudem den Auftakt für eine geplante Gründung eines Tourismusbeirates unter Federführung der LGS, der mit Unterstützung der KuT die Interessen verschiedener Akteure des Bodenseetourismus in die Planungen, Entwicklungen und Kooperationsmöglichkeiten bis 2020 einbezieht.

  

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