Schwedenprozession mit Schwerttanz

Feierliches Spektakel in Überlingen

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Am zweiten Sonntag im Juli präsentiert sich das malerische Überlingen am Bodensee besonders prächtig. Grund ist die feierliche Schwedenprozession, die zweimal pro Jahr, jeweils am 2. Sonntag der Monate Mai und Juli, zu insgesamt sechs prächtig verzierten Altären führt. Start- und Endpunkt ist das Münster Sankt Nikolaus, wo das Spektakel traditionell mit einem Gottesdienst eingeläutet wird. Währenddessen treibt sich das berühmte „heidnische“ Hänsele der Fasnacht, dem das Betreten des Gotteshauses streng verboten ist, in den Wirtschaften der Stadt herum, um zu betteln. Dies unterstreicht seine Abkehr von der Kirche. Pünktlich zur Wandlung kehrt der Narr zum Münster zurück, um just in dem  Moment, in dem der Priester die Hostie und den Kelch emporhebt, mit seiner Karabatsche genannten Peitsche einen höllischen Lärm zu erzeugen. Zeitgleich ertönt die Osannaglocke des Münsters. Nach der Messe startet die Prozession zu Altären an den Stationen Franziskanerkirche, Jodokkapelle und Friedhof/Wiestorschule und auch der Marienbrunnen beim Museum und der Münsterplatz werden aufgesucht. An der Spitze marschiert der Klerus, dem kirchliche und weltliche Gemeinderäte, Trachtenfrauen mit goldglitzernden Radhauben und Überlinger Bürger folgen. Mittendrin befindet sich die „Schwedenmadonna“ genannte Marienstatue, die der Magistrat im Jahr 1659 aus reinem Silber schlagen ließ. Im Sommer kommt es zu einem weiteren spektakulären Höhepunkt. Mit schwingenden Fahnen, Trommel- und Pfeifenklang ziehen ab 10.30 Uhr die prachtvoll gekleideten Schwertletänzer zusammen mit dem Hänsele auf die Hofstatt. Bevor das Spektakel beginnt, holen die so genannten ersten Platzmeister bei der Oberbürgermeisterin die Erlaubnis zum Tanz ein. Dieser besteht aus vier Figuren. Höhepunkt ist eine aus Schwertern geformte Rosette, in deren Mitte das Hänsele gefangen genommen wird. Zum Abschluss folgt der „Maidlinstanz“ zu dem jeder Schwerttänzer ein traditionell geschmücktes Trachtenmädchen auffordert. Die Schwedenprozessionen sind bereits seit 1634 fester Bestandteil des Überlinger Veranstaltungskalenders. Sie gehen auf den zweifachen Sieg über die überlegenen Schweden zurück, die die Stadt im Zuge des Dreißigjährigen Krieges 1632 und 1634 belagert hatten. 1646 kam erstmals der Schwerttanz hinzu, der ein Privileg der ledigen Weinbauern war. 

   

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