Scheeren- und Wagsautergraben

Naturnahe Flora und Fauna im äußeren Grabenring

Beim Aufkircher Tor, dem nördlichen Stadttor, betritt man den äußeren Grabenring Überlingens - den Scheerengraben. Das mittelalterlich anmutende, malerische Türmchen am Beginn des Grabens wurde 1901 als Entlüftung des Eisenbahntunnels gebaut, der in weitem Bogen die Stadt unterquert. Tor und Graben entstanden im 14. und 15. Jahrhundert, als das von Rebleuten und Bauern bewohnte „Dorf“ in die Stadtbefestigung einbezogen wurde.

Dieser naturnahe Grabenabschnitt besitzt eine waldige Atmosphäre. Unter Bäumen duftet im Frühling der Bärlauch. Am Hang entspringt eine Quelle, deren Wasser durch den Grabengrund rinnt und den Kesselbach speist.

Hoch über dem Knick zwischen Scheeren- und dem daran anschließenden Wagsautergraben erhebt sich an der höchsten Stelle der Überlinger Altstadt der Wagsauterturm. Heute ist eine 1958/60 errichtete Rekonstruktion des spätmittelalterlichen Bauwerks zu sehen.

Im Scheeren- und Wagsautergraben sind seit 2013 die Klang-, Tast- und Fühlstationen eines „Sinnespfads“ installiert. Der Pfad geht auf eine Aktion katholischer Jugendgruppen zurück. Den Weg durch den waldigen Wagsautergraben begleitet der Kesselbach, der schließlich in den Nellenbach mündet.

frei zugänglich / immer geöffnet
freier Eintritt