St. Jodok-Kirche

Das spätgotische Kirchlein mit seinen interessanten Fresken liegt am Pilgerweg nach Santiago de Compostela und war das Gotteshaus des hauptsächlich von Rebleuten bewohnten „Dorfs“.

Die 1424 von dem Überlinger Bürger Burkhart Hipp gestiftete und 1462 als Kirche der Überlinger Jakobsbruderschaft geweihte St. Jodok-Kirche war Gotteshaus für das hauptsächlich von Rebleuten bewohnte „Dorf“. Bis heute ist sie die Überlinger Station für die auf der „Via Beuronensis“ nach Santiago de Compostela pilgernden Gläubigen.

Die tiefen Schleifspuren am Portal sollen von den Rebleuten herrühren, die hier ihre sichelförmigen Messer schärften, um Gottes Segen für ihre Arbeit zu erhalten

Der Kirchenpatron Jodok ist wie der hl. Nikolaus, dem das Überlinger Münster geweiht ist, und der Apostel Jakobus d. Ä. Patron der Reisenden und Pilger. Seine Geschichte wurde häufig mit der des hl. Jakobus verschmolzen. So ist im Kircheninneren denn auch das „Hühner- oder Galgenwunder des hl. Jakobus“ ausführlich auf zwölf wohl gegen 1465 entstandenen Fresken dargestellt. Von einem anderen Maler des 15. Jahrhunderts stammt das Fresko mit der selten dargestellten „Legende von den drei Lebenden und drei Toten“.

Die weitere Ausstattung der Kirche stammt aus dem 16. und 17. (Fresken) sowie 18. Jahrhundert (Altäre).

Der Kirchenschlüssel ist derzeit im katholischen Pfarramt (Münsterplatz 1 in Überlingen, Tel. +49 (0) 75 51 - 92 720) erhältlich.

Den Pilgerstempel erhalten Pilger in der Tourist-Information am Landungsplatz.