St. Johann-Turm

Der 1522/23 erbaute und 1632 um das Doppelte erhöhte Rundturm im Osten des Stadtzentrums ist der mächtigste Wehrturm Überlingens.

Mit einer Höhe von 37,5 Metern und einem Außendurchmesser von mehr als 15 Metern ist der St. Johann-Turm ein imposantes Zeugnis für die Wehrhaftigkeit Überlingens.

Um die Stadtbefestigung der fortgeschrittenen Waffentechnik anzupassen, ersetzte die Reichsstadt Überlingen 1522/23 den an derselben Stelle stehenden Wehrturm des 13. Jahrhunderts durch ein modernes dreigeschossiges Rondell zur Verteidigung des Grabens. Wegen der wachsenden Kriegsgefahr im Verlauf des 30-jährigen Kriegs führte man 1632 über dem Rondell drei weitere Feueretagen zur Verteidigung des Vorfelds auf. Der St. Johann-Turm war während der Belagerung Überlingens durch schwedische Truppen 1634 Hauptstützpunkt der städtischen Artillerie.

Der Name St. Johann-Turm erinnert an die zum Ordensgebiet gehörige Niederlassung der Johanniter, an deren Rand er steht. Von 1280 bis 1805 hatte der „Ritterorden des hl. Johannes vom Spital zu Jerusalem“ seine Kommende an dieser Stelle.

Weithin sichtbar markieren der St. Johann-Turm im Osten und der Gallerturm im Westen die Grenzen der historischen Altstadt Überlingens.