Goldbacher Stollen

Der Goldbacher Stollen wurde im 2. Weltkrieg von Häftlingen des KZs in Aufkirch in die Felswand geschlagen, um dort die Rüstungsindustrie aus Friedrichshafen vor der Bombardierung zu schützen. Viele Häftlinge kamen dort um Leben.

Goldbacher Stollen in Überlingen am Bodensee
Goldbacher Stollen in Überlingen am Bodensee - © Kur und Touristik Überlingen GmbH

Der Goldbacher Stollen ist eine Gedenkstätte der besonderen Art. Während die Rüstungsindustrie in Friedrichshafen im Zweiten Weltkrieg Luftangriffen ausgesetzt war und 1944 völlig zerstört wurde, bot sich der deutschen Heeresleitung im Molassefels bei Überlingen-Goldbach ein bombensicherer Einbau von Rüstungsbetrieben an.

In einer Außenstelle des Konzentrationslagers Dachau wurden Häftlinge untergebracht, die ein kilometerweites Stollennetz auszuschachten hatten; stets streng bewacht von bewaffneten SS-Aufsehern.

Viele dieser Zwangsarbeiter aus verschiedenen europäischen Ländern verloren dabei ihr Leben. Nicht weit vom Eingang zu den Stollen erinnert ein Kreuz an ihre Ermordung.

Die Stollen können an jedem ersten Freitag im Monat im Rahmen einer rund zweistündigen Führung besichtigt werden.
Treffpunkt ist um 17.00 Uhr am Eingang des Stollens in der Oberen Bahnhofstraße (keine Anmeldung erforderlich).
Die Führung ist für Kinder unter 14 Jahren nicht geeignet. Bitte beachten Sie, dass die Temperatur im Stollen ganzjährig bei ca. 11 Grad liegt, so dass Sie auch im Sommer eine Jacke mitbringen sollten. Hunde sind nicht erlaubt.

Der Eintritt zu den Führungen ist frei, um eine Spende für den Förderverein des Stollens wird gebeten.