Salmannsweiler Hof

Der um 1525 errichtete Stadthof des ehemaligen Zisterzienserklosters Salem war einst ein lebendiger Handelsplatz.

Salmannsweiler Hof an der Franziskanerstraße
Salmannsweiler Hof an der Franziskanerstraße

Der aus drei Gebäudeteilen bestehende ehemalige Stadthof des Klosters Salem wurde in seiner heutigen Form 1525 an der Franziskanerstraße errichtet, der wichtigsten Überlinger Handelsstraße, auf der auch Markt stattfand.

Bei dem einstigen Ort „Salmannsweil(er)“ gelegen, war das reichsfreie Kloster Salem bis kurz nach 1800 eine der mächtigsten und wohlhabendsten Zisterzienserabteien in Deutschland. Wie alle Klöster dieses Ordens betrieb auch Salem sehr erfolgreich Landwirtschaft. Ihr Ertrag überstieg den Eigenbedarf bei Weitem. Da es Zisterziensermönchen verboten war, auf öffentlichen Märkten tätig zu sein, gründeten die Klöster in wichtigen Marktstädten Niederlassungen. Salem unterhielt so genannte Stadt- oder Pfleghöfe u. a. in Konstanz, Esslingen, Ulm und – seit 1211 – in Überlingen.

Hier verkaufte Salem u. a. klösterliche Produkte wie Getreide, Wein und Salz und erwarb u. a. Erzeugnisse städtischer Handwerker, von Büchern bis hin zu Textilien und Waffen.

Links von der Tordurchfahrt weist eine Steintafel darauf hin, dass hier Kaiser und Könige als Schutzherren des reichsfreien Klosters Quartier genommen haben.

Die Schaufenster eines Ladenlokals gewähren Einblick in die ehemalige Kapelle mit ihrem schönen spätgotischen Gewölbe.