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Ausstellung: Ralf Bittner - Mach mal Licht an

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10.05.2024 | 09:00 – 13:00

Bilder auf Aludibond, Holz und Papier.
Die Lichter der Großstadt und alle anderen Leuchtreklamen sind uns seit über 100 Jahrhundert sattsam vertraut, was schimmert und was glitzert,
begeistert uns von Anbeginn der Zeit. Das ach so Preziose gegenwärtigen Designs – shiny, glossy, fancy – nimmt in bewährter Weise gefangen, doch was geschieht mit einem anderen Leuchten, inwendig irgendwie, dem Einfall, dem Zufall geschuldet?

Dieses Leuchten, Aufleuchten entsteht in den Werken von Ralf Bittner allmählich, erst an den Rändern, den Grenzen, den Übergängen, wo sich Farbe und Farbe, Fläche und Fläche begegnen oder sich gegenseitig überlagern. Malerische und fotografische Momente fließen schier organisch ineinander über, wo sich Schärfe und Unschärfe unvermittelt treffen, fotografische Aufnahme, optische Fundstücke und die mit Spachteln und Rakeln aufgetragene Farbe miteinander verschmelzen. Im sukzessiven Einsehen dann wird es vollends unwichtig, was auf der einen Seite Fotografie ist und was auf der anderen Seite tatsächlich aufgebrachte Farbe und Strukturen, „gemalt“ und zugleich nicht eigentlich gemalt. Fotografisch eingefangene Impressionen von Blätterformen, Zeichnungsspuren, der Rapport eines Fußbodenornaments, von beliebigen Abdeckfolien oder achtlos stehengelassenen Plastikeimern verselbständigen sich zu malerischen Lichtflächen, die hoch reflektierenden Verschichtungen der Farblacke dagegen wirken umgekehrt eher wie die Hochglanzoberfläche von Fotoabzügen.
Die weitgehende Auflösung festgefügter bildnerischer Kategorien und Konventionen – hier fotografisches Abbild, dort gemalte Erfindung – setzt sich in der Wahrnehmung der Arbeiten von Ralf Bittner weiter fort. Unversehens spielt der Bildgegenstand, das Motiv oder Sujet überhaupt keine Rolle mehr. Horizontal verlaufende Linien, die da entstehen, wo zwei Farbkompartimente aufeinander– bzw. aneinanderstoßen, mögen noch die Anmutung von Landschaftlichem vermitteln, spiegelnde Oberflächen von Grün– oder Blautönen bestenfalls die Tiefen und Untiefen von rätselhaften Naturgewässern repräsentieren, im Dunst der verschwimmenden Farbschichten der aufsteigende Nebel an zufällig fantasierten Horizonten. Im wesentlichen haben wir es
allerdings mit Farblichtlandschaften im weitesten Sinne zu tun, in die wir uns selbstvergessen verlieren können, in den ebenso sinnlichen Übergängen von wirklich Gesehenem und dem in der Imagination diffus Gedachten, jene Schärfen und Unschärfen vor uns hin und her balancierend, überschäumend, rauschhaft, barock–barock gewissermaßen.

pinGalerie & Einrahmungen, Hochbildstr. 22a
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10.05.2024 - 10.05.2024
09:00 Uhr - 13:00 Uhr
ticketEintritt frei! Öffnungszeiten: Di. - Fr. 9 - 13 Uhr + 15 - 18 Uhr, Sa. nach Vereinbarung.
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