Martin-Buber-Jugendherberge

Ein friedvoller Ort der Begegnung

Agnes und Holger Weppler sind Herbergseltern in einer der größten Jugendherbergen am Bodensee, der Martin-­Buber-Jugendherberge Überlingen. Nach Abschluss der Renovierungsarbeiten im Jahr 2016 ist sie ein modernes Gästehaus und bestens auf die Wünsche und Bedürfnisse von Klassen, Gruppen, Einzelreisenden und Familien eingerichtet.

Im großen Eingangsbereich steht eine Büste von Martin Buber – dem Religionsphilosophen und Namensgeber. Dahinter eröffnet sich der Blick durch den Speisesaal auf den See. Die Überlinger Jugendherberge geht auf Initiative und Unterstützung von Werner Haberland, dem Sohn einer jüdischen Unternehmerfamilie, zurück. Holger Weppler kam schon früh in Kontakt mit seinem Arbeitsplatz, da bereits seine Eltern Herbergseltern waren. Als er 15 Jahre alt war, übernahmen sie die Jugendherberge in Überlingen, wo er auch seine Frau Agnes kennenlernte. „Als vor 12 Jahren die Jugendherberge in Überligen ausgeschrieben war, haben wir uns gleich darum beworben“, erklärt Holger Weppler.

Bis vor wenigen Jahren lebte und arbeitete das Ehepaar gleichermaßen an seinem Arbeitsplatz. Das änderte sich, als die Überlinger Jugendherberge im Sommer 2014 für 1,5 Jahre aufgrund von umfangreichen Sanierungsmaßnahmen geschlossen wurde. „Wir wohnen allerdings nur 300 Meter entfernt und sind immer schnell vor Ort.“ Das Haus wurde rundum energetisch modernisiert und benötigt nun ein Drittel weniger Energie als vor der Sanierung. Die Jugendherberge verfügt über 240 Betten, die auf 62 Zimmer verteilt sind. Alle Zimmer sind mit Dusche und WC ausgestattet. Die komplette Jugendherberge ist weitgehend barrierefrei und fast alle Zimmer haben See-Sicht. Es gibt acht Gruppenräume von 30 bis zu 160 Plätzen. Die Räume sind variabel durch Abtrennungen für Seminare geeignet. Tischtennisplatten stehen im Innenhof, es gibt einen Sportplatz und eine Gymnastikhalle. Und nicht nur die Schulklassen freuen sich über die Nähe zum See!

Mehr als nur "Bett und Brötchen"

Jugendherbergen stehen heutzutage für modernes Ambiente, günstige Preise und hohe Qualitätsstandards und haben weit mehr zu bieten, als nur „Bett und Brötchen“. Agnes Weppler erklärt: „Wir bieten Frühstück und Mittagessen, warmes Abendessen und auf Wunsch ein Lunchpaket sowie Seminarverpflegung an. Muslimisches Essen ist selbstverständlich, ebenso vegetarisches, laktose- und glutenfreies. Zukünftig wollen wir auch vegan anbieten.

Unser Kerngeschäft liegt bei den Schulklassen. Außerdem nutzen Vereine unsere Räumlichkeiten und Familien und Gruppen übernachten bei uns, die beispielsweise auf dem Bodenseeradweg um den See radeln. Wir arbeiten mit vielen Überlinger Firmen zusammen, mit den Strandbädern, der Surfschule, den Schiffsbetrieben und bieten Pauschalangebote für Schüler an. Es gibt voll ausgearbeitete Programme, für die alles im Vorfeld gebucht und organisiert wird.“

Agnes und Holger Weppler haben im wahrsten Sinne des Wortes einen Fulltime-Job, denn die Jugendherberge hat an sieben Tagen in der Woche ganzjährig geöffnet. Beim Einführungsgespräch stellen sich die Gastgeber vor, erklären die Hausregeln und geben Tipps für die Freizeitgestaltung. Damit sie selbst ein gutes Gefühl dafür bekommen, versuchen Wepplers einmal pro Monat eine touristische Attraktion in der Region zu besuchen, um ihre persönlichen Eindrücke weitergeben zu können.

Wir sind bestens auf die Wünsche und Bedürfnisse von Klassen, Gruppen aller Art und Familien eingerichtet. Ein großer Frühstücksraum mit fantastischer Seesicht und Wintergarten bietet täglich beste Voraussetzungen für einen optimalen Start in den Tag. Und eine weitere Besonderheit liegt fast vor der Haustür: der Bodensee. Zum Bodenseeufer sind es nur rund 100 Meter.
Agnes und Holger Weppler, Herbergseltern der Martin-Buber-Jugendherberge

Lebendige Orte der Begegnung

In einer Jugendherberge waren Sie zum letzten Mal auf Klassenfahrt? Dann schnell noch mal in Kindheitserinnerungen schwelgen und Koffer packen. Wer glaubt, hier übernachten nur Schulklassen und Wanderer, liegt falsch. Familienzimmer und nette Herbergseltern sorgen heute für eine entspannte Wohlfühlatmosphäre.

Die rund 450 Jugendherbergen in Deutschland sind lebendige Orte der Begegnung. Seit mehr als 100 Jahren vertreten die Jugendherbergen Werte, die das Leben bereichern. Für alle, die mit offenen Augen durch die Welt gehen und die Gemeinschaft erleben wollen. Der Deutsche Jugendherbergsverband (DJH) ist ein gemeinnütziger Verein. Die Mitgliedschaft ist Voraussetzung für eine Übernachtung, die weltweit in Anspruch genommen werden kann.