Traditionsreiche Gartenstadt

Wunderschöne Parks, Gärten und Grünflächen

Mit Badgarten, Kurpark am See und Stadtgarten besitzt Überlingen ein Ensemble von Parkanlagen, das in der Vierländerregion Bodensee einzigartig ist. Gleich einem Garten, der sich fortlaufend weiterentwickelt, wachsen auch Überlingens Grünflächen weiter. Im Jahr 2021 findet hier die erste Landesgartenschau am Bodensee statt, mit der Überlingen seine Tradition fortsetzt und als Gartenstadt immer weiter wächst.

Es gibt liebevoll gepflegte Gärten, historische Parks mit einem zum Teil sehr alten Baumbestand, eine große Kakteensammlung und zudem faszinierende Felsformationen, die eine stattliche Kulisse im Hintergrund bilden. Nicht zu vergessen die üppigen Streuobstwiesen, die vielen Tieren einen wertvollen Lebensraum bieten und sowohl in Überlingen selbst als auch in seinen Teilorten zu finden sind.

Bereits 1875 wurde der unter Denkmalschutz stehende Stadtgarten angelegt. Felsen, kleine gewundene Wege und verwunschene, blumenumrankte Lauben befinden sich auf verschiedenen Ebenen. Das günstige Klima am Fuße der Molassefelsen lässt mediterrane und exotische Pflanzen bestens gedeihen. Auf einem Felssporn im oberen Teil des Stadtgartens befindet sich ein Aussichtspavillon. Von dort hat man nicht nur einen großartigen Blick auf den Überlinger See und den Bodanrück, sondern auch auf die darunter liegende Kakteenanlage. Aber auch außerhalb des Stadtgartens lässt sich überall viel Grünes und Blühendes erleben.

Im Gartenjahr am Bodensee 2021 stehen viele grüne Oasen im Fokus. Rings um den Bodensee zeigt sich die gesamte Gartenbaugeschichte Europas. Kein Wunder, wenn dann in einem Jahr gleich zwei Gartenschauen direkt am See zu Gartengenuss einladen. Die Landesgartenschau in Überlingen und die Gartenschau in Lindau präsentieren neue Parkanlagen und höchste Gartenkunst.
Melanie Waltner, Tourist-Information

Landesgartenschau Überlingen

Ein sommerlanges Gartenfest

Vom 30. April bis 17. Oktober 2021 findet in Überlingen die erste Landesgartenschau am Bodensee statt. Im Vordergrund stehen die bleibenden neuen Grün- und Erholungsflächen in der Innenstadt und direkt am Seeufer. Im Ausstellungsjahr selber rückt allerdings das 192 Tage dauernde Gartenfest, mit allem was dazu gehört, in den Mittelpunkt – mit Blumenpracht und Gartenkultur, mit Inspiration und Faszination, mit schönen Orten zum Genießen und Staunen.

Erfrischend, grenzenlos, gartenreich lautet das Motto der Landesgartenschau. Der See wird ebenso in Szene gesetzt, mit „Schwimmenden Gärten“, einer Seebühne und einem Kirchenschiff, wie die gesamte Bodenseeregion mit ihrer kulturellen, kulinarischen und wirtschaftlichen Vielfalt.

Eine stachelige Angelegenheit

Mit seinem Artenreichtum und einer außergewöhnlich reizvollen Gestaltung zählt der Überlinger Stadtgarten zu den bedeutendsten botanischen Sehenswürdigkeiten in der Bodenseeregion. Mitten im Herzen der Stadt wurde der Stadtgarten bereits 1875 angelegt. Eindrucksvolle Baumriesen sind noch Zeugen dieser Zeit.

Die wesentliche Ausgestaltung des Stadtgartens, die Kakteenfreianlage am Springbrunnen, der Fuchsienweg unterhalb der Stadtmauer und die erste große Rosenanlage mit duftenden Edelrosen gehen auf Hermann Hoch, Überlingens ersten Stadtgärtner, zurück. Hochs Pioniergeist und Weitsicht ist es zu verdanken, dass der Stadtgarten bis heute seine Anziehungskraft erhalten hat. 1893 brachte er einige Kakteen von einer Italienreise mit an den Bodensee. Daraus entstand die imposante Kakteensammlung mit heute rund 5.000 Exemplaren, die zum Teil bis zu sieben Meter hoch und rund 300 Kilogramm schwer sind.

Mitte Mai beginnt das spektakuläre Kakteenwandern und somit der große Transport vom Gewächshaus in den Stadtgarten, wo die Kakteen direkt neben dem Springbrunnen ihren Platz finden. Eine Woche lang sind rund 12 Mitarbeiter mit dem Umzug beschäftigt. Dabei werden die teilweise mehr als 100 Jahre alten und bis zu 6 Meter hohen Exemplare mit Traktoren durch die Stadt gefahren. Im Herbst müssen die frostempfindlichen Exoten dann wieder in die Stadtgärtnerei umziehen.

Bitte nicht anfassen – eine stachelige Angelegenheit

Andreas Höfler, Leiter der Stadtgärtnerei, im Porträt

Andreas Höfler, Leiter der Stadtgärtnerei, ist seit seiner Lehre vor 40 Jahren mit großer Begeisterung dort tätig und erfreut sich regelmäßig an Bäumen, die er schon vor Jahrzehnten gepflanzt hat. Das Kakteenwandern im Frühjahr und Herbst ist ein besonderes Spektakel. Das tun die kostbaren und oft seltenen Pflanzen natürlich nicht von alleine. Dahinter steckt eine logistische Meisterleistung der Überlinger Stadtgärtner, die über Jahrzehnte hinweg zur Perfektion gebracht wurde.

Große Kakteenwanderung (Teil 1 und 2)

Große Kakteenwanderung (Teil 1 und 2)

video-play
Video abspielen

Der grüne Gürtel von Überlingen

Die einstige Stadtbefestigung bildet heute einen grünen Gürtel um die Altstadt und trägt maßgeblich zur besonderen Atmosphäre der Stadt bei. Das eindrucksvolle Zeugnis reichsstädtischer Vergangenheit ist zu einem innerstädtischen Grünzug von hoher ökologischer Bedeutung und Naherholungsgebiet mit Erlebniswert geworden.

Entstanden im Verlauf mehrerer Jahrhunderte, geht die erste Phase des Stadtgrabensystems wohl auf das 12. Jahrhundert zurück. Während des Dreißigjährigen Krieges konnte die Wehranlage zweimal erfolgreich dem Ansturm und der Belagerung durch das schwedische Heer standhalten. Heute ist der Stadtgraben, der aus mehreren Abschnitten besteht, ein wahres Kleinod Überlingens und wird gerne von Spaziergängern genutzt.

Gerade bei hohen Temperaturen bieten die Stadtgräben ein schattiges Plätzchen. Eine Vielfalt an Pflanzen und Tieren ist dort anzutreffen und regelmäßig nistet auch die größte Eulenart Europas, ein Uhu, in einer Felsspalte. Die Felsvorsprünge im Stadtgraben bieten dem Uhu-Paar ideale Lebens- und Nistbedingungen, wenn auch ungewöhnlich nahe bei den Menschen. Im Juni 2010 verließ der erste Überlinger Uhu seinen Horst-Platz im Stadtgraben, seitdem gab es in jedem Jahr Uhu-Nachwuchs in Überlingen.

Gartenjahr am Bodensee

Der Bodensee setzt 2021 auf Grün

Rings um den Bodensee zeigt sich die gesamte Gartenbaugeschichte Europas. Das milde Klima der Bodenseeregion hat Gärtnern schon immer in die Hand gespielt. Über die Jahrhunderte entstanden aussichtsreiche Parks und liebevoll gehegte Gärten. Kein Wunder, dass in diesem Jahr gleich zwei Gartenschauen direkt am See zu Gartengenuss einladen.

Die Landesgartenschau in Überlingen und die Gartenschau in Lindau präsentieren 2021 neue Parkanlagen und höchste Gartenkunst. Viele weitere grüne Oasen im und am Bodensee gibt es beim Netzwerk der „Bodenseegärten“ zu entdecken.

Überlingens grüne Seiten

auf dem Gartenkulturpfad erkunden

Eine besonders aussichtsreiche Tour verspricht ein Rundgang auf dem Überlinger Gartenkulturpfad. Der rund vier Kilometer lange ausgeschilderte Rundweg verbindet die schönsten Parks, Gärten und Grünflächen Überlingens miteinander. Sie schlendern durch romantische Straßen und Wege und genießen wunderbare Ausblicke über den See und die Altstadt.

Aber auch abseits dieser botanischen Höhepunkte gibt es eine Menge zu entdecken: Der Museumsgarten hoch über der Stadt, der Garten St. Franziskus mit Blick auf das Münster, der Friedhof mit alten Eiben und großen Linden oder der „Garten der Stille“ beim Suso-Haus.

Lebendige Zeugnissse der Gartenkultur

Grüne Oasen der Gartenstadt

Weitere Parks, Gärten und Grünflächen

Alle Gärten ansehenangle-right
Badgarten mit Kapuzinerkirche
heart
pinChristophstr. 88662 Überlingen
  • checkBarrierefrei
  • checkTeil des Gartenkulturpfads
Stadtgarten
heart
pinBahnhofstr. 88662 Überlingen
  • checkBarrierefrei
  • checkTeil des Gartenkulturpfads
Rosengarten
heart
pinBahnhofstr. 88662 Überlingen
  • checkBarrierefrei
  • checkTeil des Gartenkulturpfads
Museumgarten
heart
pinKrummebergstr. 30 88662 Überlingen
  • checkTeil des Gartenkulturpfads