Kloster und Schloss Salem
88682 Salem
Kloster und Schloss Salem
Schloßbezirk 1
88682 Salem
- 07553 9165336
- [email protected]
- https://www.salem.de


Ein Ort mit bewegter Geschichte
Kloster Salem wurde 1134 gegründet, nachdem Guntram von Adelsreute dem Zisterzienserorden den Ort Salemaneswilare vermacht hatte. Die Abtei lag – typisch zisterziensisch – weit außerhalb jeder Siedlung, mitten in der Landschaft und an einem Bachlauf, der Aach. Schon bald hatte es sich zu einer Reichsabtei entwickelt, die nur dem Kaiser und dem Papst unterstellt war. Und sie war wohlhabend: Die weiten Besitzungen erstreckten sich vom Bodensee bis hin zur Schwäbischen Alb. Neben Land- und Viehwirtschaft waren vor allem der Weinbau und der Salzhandel die wichtigsten Erwerbsgrundlagen.
Das Jahr 1697, ein Schicksalsjahr: In einer kalten Märznacht verursachte ein schadhafter Ofen eine Brandkatastrophe. Große Teile der Klosteranlage sowie unschätzbar wertvolles Inventar, Bücher und Akten des Konstanzer Konzils fielen den Flammen zum Opfer. Aber in jeder Katastrophe steckt auch eine neue Chance – die „weißen Mönche“ bauten ihre Abtei umso prächtiger im barocken Stil wieder auf. Eine Blüte erlebte das Kloster zudem unter Abt Anselm II. Schwab. Unter seiner Ägide bekam das Münster seine klassizistische Ausstattung und eine vierteilige Orgelanlage, gebaut von dem berühmten Orgelbaumeister Karl Joseph Riepp. Zudem ließ Anselm II. einen riesigen Glockenturm errichten, der mit seinen 16 Glocken als das größte Geläut seiner Zeit galt. Man nannte dieses im Volksmund auch den „Glockenhimmel von Salem“. Im Winter 1802 ging das klösterliche Leben dann dem Ende zu: Die Abtei wurde aufgelöst, die Markgrafen von Baden übernahmen sie in ihren Besitz und zwei Jahre später verließen die Mönche Salem.
Ein Vielfältiger Ort
Heute ist Kloster und Schloss Salem ein vielfältiger und geschichtsträchtiger Ort, der zum genussreichen Verweilen einlädt. Gleich zu Beginn werden die Gäste von einer barocken Gartenanlage – dem Hofgarten – empfangen, mit symmetrisch angelegten Beeten, einem Springbrunnen und Labyrinthen. Weiter geht es in die Schlossanlage, wo einige der alten Bäume – darunter Exoten wie Ginkgo, Thuja und Mammutbäume – noch heute Zeugen einer Zeit sind, als sich hier ein englischer Landschaftspark befunden hatte. Außerdem können die Besucher das gotische Münster, den Kreuzgang (Bernhardusgang), den Speisesaal der Mönche sowie die Residenz des Abtes mit dem barocken Kaisersaal, dem Appartement des Abtes und der Bibliothek entdecken. Darüber hinaus präsentiert das Klostermuseum die Klostergeschichte sowie die Kunst- und Baugeschichte Salems und das Feuerwehrmuseum thematisiert die Geschichte der Löschtechnik vom 16. bis ins 20. Jahrhundert.
Kloster und Schloss Salem ist auch sonst kein Ort, der still steht. In der schönen historischen Atmosphäre finden hochrangige Veranstaltungen statt. Fest etabliert haben sich mittlerweile die Ausstellungsmesse Home & Garden sowie diverse Konzerte, wie die Internationalen Salemer Orgelwochen, das Picknick-Konzert, der Mozart Sommer und die Schloss Salem Open Airs.

