Die Stadt und ihre Dörfer

am Überlinger See

Überlingen liegt am sonnigen Nordufer des Bodensees, genau dort, wo der See seinen Namen erhält: Der Überlinger See ist der nordwestliche Teil des Bodensees, und die Stadt ist ihr Namensgeber.

Zwischen Uferpromenade, historischem Stadtkern und grünen Höhenlagen verbindet Überlingen auf engem Raum Seepanorama, Altstadtflair und Gartenerlebnis. Die Uferpromenade zählt zu den längsten am gesamten Bodensee: Insgesamt verläuft sie auf knapp fünf Kilometern Länge am See entlang und bietet immer wieder neue Blickwinkel auf Wasser, Segelboote und Alpenkette. Palmen, Blumenbeete, Cafés und Schiffsanleger machen sie zu einer der beliebtesten Flaniermeilen der Region – ideal für einen entspannten Spaziergang direkt am See.

Nur wenige Schritte oberhalb der Uferzone beginnt die historische Altstadt: verwinkelte Gassen, Plätze mit Brunnen, Patrizierhäuser und das Münster St. Nikolaus erzählen von der langen Geschichte der ehemals Freien Reichsstadt Überlingen.

Rund um die Kernstadt liegt eine ländliche Umgebung mit sanften Hügeln, Obstplantagen, Wiesen und Wäldern. Hier geht es ruhiger zu als in der Altstadt: Bauernhöfe, Landgasthöfe und familienfreundliche Unterkünfte bieten viel Platz und Nähe zur Natur. So ergänzen die Teilorte das lebendige Zentrum um stille Rückzugsorte und ideale Startpunkte für Wander- und Radtouren am Überlinger See.

Eine Stadt mit über 1.250 Jahren Geschichte

Eine Stadt mit über 1.250 Jahren Geschichte

Überlingen kann auf mehr als 1.250 Jahre Stadtgeschichte zurückblicken. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort im Jahr 773 unter dem Namen „Iburinga“ als fränkischer Verwaltungssitz im Zusammenhang mit einer Schenkung an das Kloster St. Gallen. Bereits im 7. Jahrhundert soll hier ein alemannischer Herzog namens Gunzo residiert haben – damit reicht die Siedlungsgeschichte noch weiter zurück.

Um 1180 verlieh Kaiser Friedrich I. Barbarossa Überlingen das Marktrecht; als Marktort und Hafen an einer wichtigen Engstelle des Sees entwickelte sich die Stadt rasch zu einem bedeutenden Handelsplatz. Später wurde Überlingen zur Freien Reichsstadt und spielte im Bodenseeraum über Jahrhunderte eine wichtige Rolle.

Der Name „Überlingen“ geht auf die frühmittelalterliche Form „Iburinga“ zurück; die genaue sprachliche Herkunft ist nicht abschließend geklärt. Sicher ist: Heute steht der Name für eine lebendige Stadt am See, in der Geschichte, Kultur und Gartenkunst eng miteinander verwoben sind.

Geschichte erleben

Wer mehr über die Geschichte Überlingens erfahren möchte, entdeckt die Stadt am besten im Rahmen einer Stadt- oder Themenführung. Klassische Stadtführungen führen zu Münster, Rathaus, Patrizierhäusern und in die Stadtgräben, während spezielle Themenführungen etwa Gartenkunst, kulinarische Besonderheiten oder sagenhafte Kapitel der Stadt beleuchten.

So werden über 1.250 Jahre Stadtgeschichte lebendig – von den ersten Erwähnungen als „Iburinga“ über die Zeit als Freie Reichsstadt bis in die Gegenwart als Kneippheilbad und Gartenstadt am Bodensee. 

Stadt- und Themenführungen

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Uferpromenade

Die Überlinger Uferpromenade gehört mit knapp fünf Kilometern Länge zu den längsten am Bodensee und ist das Herz der „Stadt am See“. Zwischen dem Strandbad Ost, Mantelhafen, Landungsplatz, Badgarten und weiter in Richtung Villengärten reihen sich Cafés, Restaurants, Blumenbeete und Schattenplätze aneinander. Hier erleben Sie Überlingen von seiner mediterranen Seite – mit Blick auf Wasser, Schiffe und Alpenpanorama.
Uferpromenade
88662 Überlingen

Stadtbefestigung

Mauern, Türme & grüne Stadtgräben

Die historische Stadtbefestigung prägt das Bild Überlingens bis heute. Teile der mittelalterlichen Mauer, Wehrtürme und Tore sind gut erhalten und bilden gemeinsam mit den grünen Stadtgräben einen markanten Gürtel um die Altstadt. Auf Rundwegen lassen sich Geschichte und Natur ideal verbinden: Oben Blick auf Dächer und Münster, unten schattige Wege in den Gräben.

Überlinger Stadtbefestigung

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Ein Ort der Forschung und der Ruhe

Stadtarchivar Walter Liehner im Porträt

Der Arbeitsplatz von Walter Liehner, Überlingens Stadtarchivar, befindet sich in einem ehrwürdigen Gebäude von 1600. Die alte Stadtkanzlei auf dem Münsterplatz zählt zu den schönsten Renaissancegebäuden im Bodenseeraum.

Überlinger Sehenswürdigkeiten

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Lebendige Erinnerung und historische Gewänder

Wenn am jeweils zweiten Sonntag der Monate Mai und Juli in Überlingen die traditionelle Schwedenprozession stattfindet, werden nicht nur Kinderaugen groß, denn die dort getragenen prachtvollen historischen Gewänder haben Seltenheitswert.

Angelehnt an ein Dankesgelübde findet die Schwedenprozession bereits seit beinahe 400 Jahren regelmäßig zweimal im Jahr statt und bezieht sich auf den zweifachen Sieg über die überlegenen Schweden, welche die Stadt im Zuge des Dreißigjährigen Krieges 1632 und 1634 belagert hatten. In feierlichen Trachten ziehen die Überlinger durch die festlich geschmückte Stadt. Musik erklingt zwischen den Häusern und die Dankbarkeit der Menschen zeigt sich heute noch in der Freude aller Beteiligten, die Geschichte wiederaufleben zu lassen. Bis heute einigen die Prozessionen alle Konfessionen der Stadt. Angeführt von der Geistlichkeit, ziehen Oberbürgermeister, Gemeinderäte, Trachtenfrauen mit goldglitzernden Radhauben und Überlinger Bürger zu den einzelnen Altarstationen.

Gekrönt wird die zweite Prozession im Juli durch die Vorführung der "Schwertletänzer". Dieser alte Zunfttanz hat seinen Ursprung im Fasnachtsbrauch und wurde bereits 1646 erstmals im reichsstädtischen Protokoll erwähnt. Bei den Prozessionen ist eine bekannte Gestalt zu erkennen, die zu einer anderen Jahreszeit von sich reden macht: Das Hänsele. Die heidnische Gestalt bettelt in den ortsansässigen Wirtschaften und symbolisiert die Abkehr von der Kirche.

Spital- und Spendfonds Überlingen

Eine moderne Bürgerstiftung

Etwas altmodisch klingt der Begriff „Spital- und Spendfonds“, aber das, was die traditionsreiche Bürgerstiftung in Überlingen bewirkt, ist alles andere als veraltet. Der Spital- und Spendfonds trägt heute, wie auch zu früheren Zeiten, wesentlich zur Daseinsfürsorge in Überlingen bei und prägt mit seinen markanten Gebäuden das Stadtbild.

Beispiele hierfür sind das Alten- und Pflegeheim St. Franziskus im ehemaligen Franziskanerkloster mit der dazugehörenden Kirche sowie das Alten- und Pflegeheim St. Ulrich.

Sehr beliebt bei Gästen und Einheimischen ist der Museumsgarten, wo sich Natur und Kultur mit den großen Kastanienbäumen, Skulpturen des 16. bis 19. Jahrhunderts und einem Weintorkel verbinden. Von dort bietet sich ein einzigartiger Blick über die Dächer der Altstadt hinweg mit einem stattlichen Panorama über den See bis zu den Alpen.
Astrid Manner, Tourist-Information

Teilorte & Dörfer:

Überlingens Umgebung entdecken

Rund um die Überlinger Kernstadt öffnet sich eine abwechslungsreiche Landschaft, die den Bodensee von seiner ruhigen, ländlichen Seite zeigt: sanfte Hügel mit Obstplantagen und Streuobstwiesen, kleine Weiler inmitten von Wiesen und Wäldern, hoch gelegene Dörfer mit weitem Seeblick und naturnahe Täler, in denen Bäche durch Tobel und Schluchten fließen. 

Während in der Altstadt das städtische Leben pulsiert, geht es in den umliegenden Teilorten entschleunigt und familiär zu – mit Bauernhöfen, Landgasthöfen, kinderfreundlichen Unterkünften und viel Platz in der Natur. So ergänzen die Dörfer das lebendige Zentrum um stille Rückzugsorte und ideale Ausgangspunkte für Wanderungen, Radtouren und Genussmomente abseits des Trubels.

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