Stadtgarten

Der 1875 angelegte Stadtgarten ist eine der bedeutendsten botanischen Sehenswürdigkeiten am Bodensee.
Der Überlinger Stadtgarten zählt durch die Artenvielfalt und die harmonische Verbindung von ungestalteter und gestalteter Natur zu den bedeutendsten botanischen Gärten der Vierländerregion Bodensee. Die klimatisch begünstigte Lage am Fuße der Molassefelsen lässt auf engem Raum mediterrane und exotische Pflanzen gedeihen. Seine Entstehung verdankt er dem Wunsch der Stadt, den im Lauf des 19. Jahrhunderts zahlreicher werdenden Kur- und Badegästen auch einen attraktiven Park bieten zu können. 1875 erhielt der Schlossgärtner von Heiligenberg den Auftrag, auf dem westlich der Stadt gelegenen Reb- und Gemüseland einen Garten anzulegen. Die ersten Pflanzen kamen von der Insel Mainau, wo es seit 1855 einen großherzoglichen Park gab.

Überlingen verdankt die wichtigsten Teile des Stadtgartens und der wertvollen Kakteensammlung Hermann Hoch (1866-1955). Der seit 1894 als Stadtgärtner in Überlingen tätige Hoch war nach seiner Lehrzeit in einer Konstanzer Handelsgärtnerei für viele Jahre auf Wanderschaft gegangen und hatte in mehreren Schlossparkgärtnereien gearbeitet.

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pinBahnhofstr.
88662 Überlingen

Unterer Stadtgarten

Westlicher Teil

Von der Bahnhofstraße kommend sieht man geradeaus die steile „Teufelstreppe“. Ihr Name rührt von dem Wirt Anton Teufel her, dessen Gasthaus sich einst hier befand. Die heutige Treppe wurde übrigens 1999 vom damaligen baden-württembergischen Ministerpräsidenten Erwin Teufel eingeweiht. Vor der Treppe biegt man rechts in den westlichen Bereich des Stadtgartens ab. Die Gestaltung dieses Teils geht auf die 1950er Jahre zurück. Im Arboretum findet man eine Reihe von Besonderheiten, wie z. B. Atlaszeder, Araucaria, Urweltmammutbaum, Judasbaum und Taschentuchbaum.

Kurz vor dem Rosengarten kann man linkerhand einen schön gewachsenen Ginkgobaum bestaunen – ein Geschenk der sächsischen Stadt Bad Schandau zum zehnjährigen Jubiläum der Städtepartnerschaft mit Überlingen.

Schon gewusst?

Der Ginkgo ist zweihäusig, d. h. es gibt männliche und weibliche Bäume. Erst im Alter von 20 bis 25 Jahren beginnen sie sich fortzupflanzen. Merkwürdigerweise ist hierzu die unmittelbare Nachbarschaft der beiden Geschlechter eher hinderlich. Vielmehr verlässt sich der Ginkgo auf den Wind.

Unterer Stadtgarten

Östlicher Teil

Den Weg zum östlichen Teil des Stadtgartens und das Rondell um den malerischen Springbrunnen säumen Ruhebänke, die zur Rast einladen. Beim Plätschern des Brunnenwassers kann man die berühmte Kakteengruppe mit teilweise mehr als 100 Jahre alten, bis 6 m hohen Exemplaren, hellgrüne Magnolien und Bananenstauden vor ausladenden Buchen bewundern.

Einige Schritte weiter in Richtung Stadtmauer überraschen imposante Baumriesen und botanische Raritäten wie Riesenlebensbaum, Flußzeder, japanische Schirmtanne, Scheinzypresse, Sumpfzypresse und der echte Feigenbaum.
Schon gewusst?

Die Überlinger Stadtgärtner müssen die frostempfindlichen Kakteen jedes Jahr vor dem Wintereinbruch auspflanzen und im Gewächshaus überwintern. Bei rund 5.000 Pflanzen mit einem Gewicht von bis zu 250 Kilogramm braucht es hier ein paar starke Helfer. Im Frühjahr, nach den Eisheiligen, werden die Pflanzen dann wieder in ihr großes Freibeet gepflanzt.

Im Zuge der Landesgartenschau 2021 wird ein Pflanzenhaus entstehen, in dem ab dem Winter die Kakteen ganzjährig zu besichtigen sind.

Oberer Stadtgarten

Im Schatten von Buchen, Lärchen und Kiefern gelangt man in den Oberen Stadtgarten. Der gusseiserne, 120 Jahre alte Pavillon liegt exponiert auf einem Felssporn und ermöglicht Ausblicke der besonderen Art. Der Blick schweift geradewegs über den Überlinger See zum Bodanrück und nach links über die Überlinger Altstadt mit dem markanten Turm des Münsters St. Nikolaus zum Obersee und zur Kette der Alpengipfel. Unter Ihnen liegt der Springbrunnen, umgeben vom stachligen Kranz der Kakteengruppe. Linker Hand erheben sich mächtig die Stadtmauer und der Gallerturm.

Ein Rehgehege im Wald lässt Kinderherzen höher schlagen. Ebenso das geheimnisvolle Hexenhäusle das vor einigen Jahren mit Hilfe von bürgerschaftlichem Engagement restauriert wurde. Bänke und Tische laden zum Verweilen und Picknicken ein.

Schon gewusst?

Folgt man dem Weg im Oberen Stadtgarten in Richtung Westen, finden sich neben aussichtsreichen Ruhebänken auch eines der Überlinger Kneippbecken. Zudem führt durch diesen Teil des Stadtgartens der Premiumwanderweg SeeGang, der die Bodenseestädte Überlingen und Konstanz auf schönste Wanderweise miteinander verbindet.

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