Friedhof

Vom "Kraut- und Baumgarten" zur letzten Ruhestätte.

Der Überlinger Friedhof gliedert sich in den sich hangabwärts erstreckenden älteren und den neueren Teil. Seit 1530 bestattete man die Überlinger nicht mehr beim Münster, sondern auf diesem vor den Mauern gelegenen Friedhof. Den Grund erwarb die Stadt von dem „Frauenklösterlein auf der Wiese“ im Tausch gegen die Altersversorgung der letzten Beginenschwestern.

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  • checkTeil des Gartenkulturpfads
pinFriedhofstr. 43
88662 Überlingen

Alte Eiben und große Linden

Der in Längsrichtung angelegte Hauptweg durchzieht als Achse das Gräberfeld. Prägende Bäume sind alte Eiben, die zum Teil in strenge Form geschnitten sind, und große Linden, die um 1940 gepflanzt wurden.

Bevor man den Friedhof durch den Haupteingang in Richtung Bahnhof verlässt, geht man an der "Gottesackerkapelle" vorbei. Nachdem die alte Kapelle im 30-jährigen Krieg schwer beschädigt worden war, ließ der Überlinger Rat Johann Heinrich von Pflummern 1662/1664 das heutige Barockkirchlein errichten.

Schon gewusst?

Adolf Seubert ist einer der bekannten Überlinger Persönlichkeiten, die auf dem Friedhof ihre letzte Ruhe gefunden haben. Unter seiner Leitung bauten 2000 Arbeiter und 100 Ingenieure den Eisenbahntunnel durch die Stadt. So verläuft die Bahnlinie heute zwischen der Bodensee-Therme und dem Yachthafen unterirdisch.